Das Personalgespräch I Kim Bauer

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Hi Kim. Seit über einem Jahr steht ein Schokobär von Lindt auf deinem Schreibtisch – unangerührt. Ist das Tierschutz oder provokatives Mahnmal?

Hallo Simone. Tatsächlich ist es nichts von beidem. Den Schokobär haben wir alle zu Weihnachten 2015 bekommen. An jedem Schokobär sind ein Herz und ein Gewinncode angebracht, mit dem man einen Swarovski-Anhänger gewinnen konnte. Da mein Code leider nicht gezogen wurde, hab ich entschieden, dass mein Teddy inklusive Herzanhänger weiterleben darf. Ich find den einfach süß und zu schade zum Essen.

 

Schade ist, dass du fahnenflüchtig wirst und adextra verlässt, um international Karriere zu machen. Mal von dieser Perspektive abgesehen, gibt es nicht auch Dinge, die du vermissen wirst?

Ganz sicher sogar. Vor allem wird mir wahrscheinlich die Flexibilität fehlen. Bei adextra hatte ich das Glück, ganz unterschiedliche Kunden und Projekte betreuen zu dürfen: Vom Maschinen- und Anlagenbau über Mode und den Beauty-Sektor bis hin zu Recruiting- und Social-Media-Kampagnen war fast alles dabei. Kein Arbeitstag war gleich, und das mochte ich eigentlich. Ich hoffe, dass die neuen Aufgaben und Herausforderungen das wieder wettmachen können.

Ja, das stimmt. Bei uns ist kein einziger Arbeitstag wie der andere. Mit dieser Herausforderung bist du souverän umgegangen. 

 

Machen wir mal ein paar Flashbacks: Ich erinnere mich noch, als du dich bei uns vorgestellt hast, um dich für eine Stelle im Projektmanagement zu bewerben. Du stecktest mitten in deiner Bachelorarbeit und es war affig heiß.

Stimmt. Und mir wurde doppelt heiß, als du mit Martins Unterstützung in den Besprechungsraum kamst. Ich weiß noch, wie ich dachte: “Oh. Jetzt musst du auch noch zwei Mal überzeugen!” Die Gesprächsatmosphäre war aber super angenehm … da war die Hitze gleich wieder vergessen.

 

Erzähl mal weiter. Was war das Thema deiner Bachelorarbeit, die ging doch in die „heiße“ Phase. 

In meiner Thesis habe ich mich mit einer (NPO-)Website als Kommunikationsinstrument auseinandergesetzt. Hierzu habe ich mittels einer Eyetracking-Studie und anschließendem Recall-Test (was blieb in Erinnerung?) eine Usability-Analyse erstellt und im Anschluss entsprechend Handlungsempfehlungen zur Beseitigung identifizierter Schwachstellen gegeben. Es war wirklich interessant zu sehen, wie Websites gescannt werden und vor allem was eigentlich vom Betrachter zwar nachweislich angesehen, aber überhaupt nicht verarbeitet wird. Ja, zum Zeitpunkt meiner Bewerbung lief die empirische Studie sogar noch. Zugegeben – ich bin ein kleiner Drückeberger und brauche den Abgabedruck doch dann und wann, um so richtig Gas geben zu können.

 

Nachdem du natürlich noch rechtzeitig und erfolgreich deine Thesis abgegeben hattest, ging’s bei adextra los. Was war dein lustigstes Erlebnis bei uns?

Das ist echt keine leichte Frage. Ich habe nicht wenige Male herzlich mit den Kollegen gelacht.

Aber was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist als wir einen Spitznamen für unsere Melissa gesucht haben und Martin eines Morgens dieses Bild an unseren Macs aufhängte:

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Na ja, Mel und Kim waren vor meiner Zeit populär – aber die Frisuren find ich echt scharf!!!

Martin, der Mutige!

 

Was war denn so dein Highlight-Projekt in der Zusammenarbeit mit Kunden?

Definitiv die Einführung der Mitarbeiterzeitung im LÄPPLE-Konzern. Es hat viel Überzeugungskraft gekostet, auch innerhalb des Konzerns, dieses Projekt umzusetzen. Alle Beteiligten waren dermaßen gespannt und auch ein wenig unsicher, wie die Mitarbeiterzeitung angenommen wird. Umso größer war die Freude, als so viele positive Feedbacks von den Gruppenmitgliedern kamen. Das war unglaublich motivierend und ist es noch, denn bisher konnten wir uns mit jeder Ausgabe Komplimente einholen.

Es gab aber auch viele andere, zum Teil kleinere, interessante Projekte: Sonderkollektionen bei Produktverpackungen machen immer Spaß, weil man seinen Fingerabdruck hinterlassen kann und sie später im Handel sieht. Auch der Relaunch eines Schuhhändler-Prospekts war für mich toll, weil ich mich damit gut identifizieren konnte.

 

Du stehst auf Schuhe?

Total! Unübertrieben, ich habe mindestens 50 Paar. Da sind sämtliche Farben, Absatzhöhen und sogar Größen von 37 bis 40 dabei. Aber eben auch einige, die ich noch nie getragen habe.

 

Und einen Zahlen-Fetisch hast du auch noch. Während ich froh bin, wenn ich mir die Geheimzahl meiner Kreditkarte merken kann, vergisst du keine einzige Zahl mehr. Habe ich zumindest mal gehört. 

Das stimmt bedingt. Ich kann mir Zahlenkombinationen, egal ob Geburtstage, Job- oder Telefonnummern, etc. extrem gut merken. Aber irgendwann vergesse ich auch wieder, wenn ich die Zahlen nicht brauche. Dafür muss ich mir jedes einzelne Passwort aufschreiben, falls es nicht nur aus Ziffern besteht.

 

Schauen wir in die Zukunft. Mit welcher angesagten Haarfarbe wirst du deine neue Stelle antreten? Und werden wir als wichtiger Meilenstein deines Lebens als Tattoo an deinem Körper einen Platz finden?

Ich muss leider (den Folgen meiner ständigen Umfärbeaktionen geschuldet) nun erstmal bei dem Lilaton bleiben, den ich aktuell habe. Aber es wird sicher nicht meine letzte Haarfarbe gewesen sein.

Ein wichtiger Meilenstein ist und wird adextra für mich immer sein. Ich hatte eine wirklich gute Zeit hier. Ganz im Ernst: Wenn einer ’ne richtig coole Idee hat, mach ich das vielleicht sogar wirklich. So ein Gartenzwerg (siehe adextra-Mailingaktion) zum Beispiel passt doch eigentlich ganz gut in meine Tattoo-Sammlung?

 

Liebe Leser. Bitte achten Sie in Zukunft auf Frauen mit ungewöhnlichen Haarfarben und Zwergen-Tattoo. Das ist unsere Kim, die wir lieben, wie sie ist, schmerzlich vermissen werden und der wir alles Gute für ihre neuen beruflichen Herausforderungen sowie auch privat wünschen. See you.

Danke! Hope to see you too!

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